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Esslinger Zeitung 26.05.08
KIRCHHEIM: Musiknacht am 31. Mai bietet auch Parties zum Tanzen
(red) - Am Samstag, 31. Mai, steigt in Kirchheim die 11. Musiknacht. Dieses Jahr locken 60 Bands und DJs zu den über 40 Veranstaltungsorten unter freiem Himmel in die Innenstadt. Die Veranstalter des Festivals versprechen einen Mix aus neuen Bands und bekannten Musikern.
Die Kirchheimer Musiknacht ist keine reine Kneipennacht, sondern bietet auf Plätzen und Straßen, in Innenhöfen, Biergärten und Cafés der malerischen Teckstadt ein abwechslungsreiches Programm.The Wave Project bietet auf dem Marktplatz ein außergewöhnliches Happening, bei dem nicht die Band, sondern die magische Wirkung der Musik im Mittelpunkt stehen soll. Der Auftritt der Sandro Gulino Band zählt ebenfalls zu den Höhepunkten. Der Namensgeber der Band, ein Ausnahmebassist, tourte jahrelang mit den Gypsy Kings durch die Welt, bevor er mit jungen Musikern eine eigene Band gründete. Darüber hinaus kann man in der Musiknacht von Blues, Rock, Funk, Pop über Schlager, Soul und Country bis hin zu Irish-Folk, Flamenco-Pop, Musicalsongs, südamerikanischen Klängen oder Klangcollagen fast alles hören.Ein kostenloser Shuttle-Service bringt alle Musikliebhaber mit Eintrittsbutton bequem in die etwas abgelegeneren Veranstaltungsorte und wieder zurück in die Innenstadt. Wer nach acht Stunden Musikgenuss noch nicht heim will, hat auf vielen Open-end-Partys Gelegenheit zum Abtanzen bis in die frühen Morgenstunden.Damit niemand die Orientierung verliert, empfiehlt es sich, die Musiknacht-Broschüre mitzuführen oder schon vor dem Start in die Nacht eine Musikroute auszusuchen. Das genaue Programm mit Hinweisen zu den Bands und Veranstaltungsorten und einem Lageplan findet man auch im Internet.Traditionell startet die Kirchheimer Musiknacht bereits um 12 Uhr mittags mit zwei kostenlosen Konzerten. Vor dem Rathaus stimmt Funkaholic das Publikum auf Kirchheims längste Nacht ein. The Buffs spielen vor dem Wachthaus. Für die Auftritte ab 18 Uhr kann man bereits jetzt in vielen Lokalen, bei der Hauptstelle der Volksbank und bei der Kreissparkasse sowie beim Teckboten den Musiknachtbutton für 10 Euro erwerben. An der Abendkasse kostet der Button dann 12 Euro. Auch über das Internet kann der Button bestellt werden.
Stuttgarter Zeitung 20.05.2008
In Kirchheim naht wieder einmal die Nacht der Nächte
Mehr als 60 Bands und etliche Discjockeys sind beim Musikspektakel in der Stadt am 31. Mai mit von der Partie
KIRCHHEIM/Teck. Wenn sich zwischen Rathaus und Wachthaus die Leute schieben, und es auch in den kleinen Altstadtgassen oft keine Durchkommen gibt, dann ist die Kirchheimer Musiknacht angesagt. Vom 31. Mai auf den 1. Juni erlebt das Spektakel seine elfte Auflage.
Von Gunther Nething
Zwar gibt es von Jahr zu Jahr Veränderungen bei den Lokalen und Lokalitäten, und es tauchen auf den "Steckbriefen" der Bands neue Namen und Gesichter auf, doch scheint sich mittlerweile eingependelt zu haben, dass so um die 60 Formationen und Discjockeys sich auf gut 40 Austragungsorte im Städtle verteilen. "Wir wollen"s in Lauflage", sagt Bärenwirt Michael Holz, der sich mit Andreas Kenner und Werbechef Torsten Wenzler die Organisation teilt. Will sagen: die nächtlichen Pilgerzüge von Lokal zu Lokal, von Platz zu Platz, sollen möglichst in der Innenstadt vonstatten gehen.
Schon um zwölf Uhr mittags gibt es einen Vorgeschmack auf die "größte Musiknacht im wilden Süden" (Eigenwerbung), nämlich dann, wenn Kirchheims Stadtchefin Angelika Matt-Heidecker vor dem Rathaus den Nachtexpress nach Noten auf die Reise schickt, und die Formation Funkaholic vor dem Bären und die Schöllkopf-Schulband The Buffs im Wachthausgarten die Begleitmusik beisteuern. Danach holt Kirchheims nächtliches Spektakel sozusagen noch einmal tief Luft, ehe gegen 18, respektive 19 Uhr das ganze musikalische Unternehmen nach und nach an Fahrt gewinnt.
Auf der überdachten Bühne vor dem Bären etwa spielt sich Werner Dannemann samt seinen "Friends" warm, er wird auch den jungen Sonntagmorgen in der Bastion traditionell mit einer Session begrüßen. Wo es platzmäßig geht, gleicht die Nacht der Nächte unter der Teck vielfach einem doppelten Spiel. Ob am Schlossplatz, bei der Stiftsscheuer oder beim Rössle droben in der Dettinger Straße - gastronomische Nachbarn treffen sich auf halbem Weg bei einem gemeinsamen Bühnengig. Auch der Marktplatz ist Schauplatz einer interessanten musikalischen Abfolge. Erst zeigt die Kirchheimer Nachwuchsband Biting Hamsters (hoffentlich) Biss, dann folgt um 20 Uhr als Novum The Wave Project, bei dem das Publikum ausdrücklich zum Mitmachen animiert werden soll, später lassen dann die Jungs von Stoned die Stones hochleben, während auf dem Schlossplatz nebenan die Dicken Fische in See stechen.
Wie unschwer zu erkennen, hat sich das organisatorische Strategietrio auch diesmal nach Bekanntheitsgrad, Musikrichtungen und Performance von einer Vielfalt leiten lassen. So hat man sich bemüht, den teckstädtischen Eigengewächsen eine Plattform zu geben, aber auch bekannte Gruppen von auswärts in die Mauern zu holen. Eigengewächse sind freilich nicht nur Nachwuchsgruppen, sondern auch gestandene und bewährte Mannsbilder, etwa von Funfair Express (im Brokers) oder der Freundeskreis um Johannes Hopf von der Musikschule (Kino Central). Und was die Auswärtigen betrifft, so geht das mit Midnight Court aus Berlin oder den Hamburgern um die Sängerin Cate Evens zwar klar, aber mit einer hauptstädtischen Frauenband kamen die Kirchheimer Unterhändler auf keinen grünen Zweig - weil sich die munteren Mädels kurz zuvor heillos zerstritten haben.
Wie es scheint, kann dagegen erfreulicherweise ohne Abstriche das Programm "zum Zuhören" (Holz) in der letzten Maiennacht 2008 durchgezogen werden. Stationen dafür sind schon aus Tradition die Stadtbücherei, wo Georg Lawall an die glorreichen Weltmusikzeiten von Orexis anknüpfen möchte, und das Hotel Fuchsen beim Ziegelwasen; im Fuchsen greift mit Sandro Gulino ein Bassist in die Saiten, der schon mit den Gipsy Kings tourte, danach jazzt die Band Brosowskeys mit der Sängerin Josée Hurlock. Wer"s gern fonstärker hat, findet bestimmt unter den Abschlusspartys was Passendes.
Die Buttonpreise sind wie im Vorjahr, als die Musiknacht unter der Teck geschätzte 7000 Interessenten auf die Beine brachte, mit zehn Euro im Vorverkauf und zwölf Euro an den Abendkassen stabil. Und unverändert empfehlenswert ist es auch, das überall ausliegende Programmheft mit auf die Erkundungstour zu nehmen.
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